Über mich

Ich stelle Ihnen Michael Stefan Anders vor:

1961 wurde ich in Darmstadt geboren und wuchs mit viel Fußball und sehr positiven christlichen Erfahrungen in einer lebensfrohen Gemeinde auf. Dies führte mich zum Studium der Katholischen Theologie, das mit Religionswissenschaft und Indischer Philologie bereichert wurde.

 

Mehrere Aufenthalte in Indien verstärkten mein Interesse und Verständnis für die verschiedenen Religionen. Dort erhielt ich wertvolle Impulse für meine jahrelange Tätigkeit als Meditations-Lehrer.

 

Nach über 20 Jahren des Wohnens in einer hektischen Großstadt lebe ich heute wieder in meiner ländlichen Heimat bei Darmstadt und widme mich meiner Tätigkeit als Buchautor.

Lieblingsthema: Gelebte Spiritualität und Mystik in der heutigen Welt.

 

Als ich mein Buch über Mystik geschrieben habe, wollte ich nicht selbst im Vordergrund stehen und habe deshalb ein Pseudonym verwendet. Das möchte ich auch so beibehalten. Wichtiger als ich selbst ist vielmehr die mystische Erfahrung als solche und der suchende Mensch, der auf seinem spirituellen Weg der alles durchdringenden Wirklichkeit des Seins (= Gott) näherkommen möchte.

Das soll jedoch nicht bedeuten, dass mein eigentlicher Name unbekannt sein braucht oder von mir verborgen wird.

Mit dem spirituellen Mysterium werden Sie als Suchende mehr als genug beschäftigt sein. Deshalb soll es auch kein zusätzliches  "Geheimnis" über ein Pseudonym geben, das gelüftet werden müsste. Daher, ganz einfach:

 

                Michael Stefan Anders  =  Michael Schöberle                               Bitte schön  –  danke schön! 

                                          Freundschaft                  (4.Nov.2017)

Ich habe einen guten Freund und das schon seit vielen Jahren. Es ist ein Gingko-Baum. Ich treffe ihn regelmäßig und freue mich jedesmal, dass er da ist; zuverlässig und standhaft. Auf ihn kann ich mich stets verlassen. Ich weiß immer, wo ich ihn finden kann.  Also habe ich eine Beziehung zu ihm, die ich pflege. Und er kommt mir mit seinem Sosein entgegen. Jetzt im Herbst lässt er seine Blätter zahlreich fallen, sodass ich öfter einige für zuhause mitnehme; als Zeichen der Verbundenheit und weil die Blätter so schön aussehen.  

Das laute Getöse der Welt braucht er nicht – ich auch nicht. Er fühlt sich im Stillen wohl – auch das gefällt mir. Er hat seinen festen Lebensort. Auch wir Menschen brauchen einen stabilen Ort zum Leben und Gedeihen. 

Schön zu wissen,

wo ein Freund für uns bereitsteht.

Am liebsten sind mir die einfachen Gefühle des Lebens und die einfachen Dinge wie herzlich Lachen, vor Freude weinen, Musik hören, ein Lied trällern, eine gute Idee haben, einen Witz genießen, in einen Apfel beißen, dem Regen zuschauen, frische Luft einatmen oder dem Sonnenschein entgegengehen. Auf die Kompliziertheit der Welt kann ich gut und gerne verzichten! Und Verzicht ist in der Spiritualität sehr, sehr wichtig.

Rüben über Rüben                         (Im November 2017)

Wann haben Sie zuletzt einen Hügel von Zucker-Rüben gesehen? Zur Zeit sind sie in meiner Region überall auf den Feldern aufgehäuft. Der Landwirt gibt mir gerne Auskunft über seine Tätigkeit und freut sich über mein reges Rüben-Interesse. Ich höre etwas über Fruchtfolgen, Brachland als Ausgleichsfläche und Grünflächen, die später zur Gründüngung untergepflügt werden. Für alles gibt es Vorgaben aus Brüssel, die auch kontrolliert werden: Pflanzt der Landwirt Gerste an, obwohl es auf dem Getreidefeld Weizen sein müsste, so erhält er einen Brief aus Brüssel und muss sich erklären. Die Satelliten-Überwachung macht es möglich.

40 Tonnen Rüben werden dann mit einem Fahrzeug abtransportiert, um schließlich zu Weißzucker verarbeitet zu werden. „Das ist das Wertvolle“, sagt der Landwirt und meint damit den Zucker, der ihm den Verdienst sichert. Für sein körperliches Abmühen sei ihm der Gewinn gegönnt!

Die übriggebliebenen Rübenschnitzel bekommen die Tiere zum Futtern. Sie sind zu beneiden, da sie damit das ernährungsphysiologisch Wertvolle der Rübe erhalten. Deshalb gedeihen sie auch prächtig. Schwein gehabt!

In der Nachkriegszeit, als es noch nicht die große Auswahl gab, hat man die Zuckerrüben von den Stoppelfeldern herausgehackt. Sie wurden in den Familien zu Sirup verarbeitet und die Schnitzel für den Kuchen verwendet. Oder die Rübe wanderte mit hinein in den Eintopf.

Der heutige moderne Mensch begnügt sich mit dem Weißzucker, dem alle wertvollen Wirkstoffe entzogen sind, und hofft (bei durchschnittlich 33 Kilogramm Konsum im Jahr) nach jahrzehntelangem süßen Genuss damit gesund zu bleiben.

Schließlich sagt uns ja die Zuckerlobby in übereinstimmender breiter Front, dass es zwischen dem Zucker und der Fettleibigkeit der Kinder beziehungsweise der zunehmenden Zucker-Krankheit keinerlei Zusammenhang gibt. Die Kinder sollen sich mehr bewegen und aufgeklärt werden (am besten durch die Zucker-Industrie selbst!), um ein mündiger Bürger zu werden, der selbst entscheidet, was er isst. Und wegen des Geldes und des Profits würden uns die Lobbyisten doch sicherlich nicht die Unwahrheit sagen. Schließlich geht es ja um die Gesundheit der Kinder und Erwachsenen.

Gehen dieselben Lobbyisten zu ihrem/Ihrem Arzt, etwa einem Diabetologen oder zu den meisten Ernährungswissenschaftlern, dann legen diese dem Lobbyisten etwas ganz anderes ans Herz. Ob vielleicht der Arzt hier dem Patienten den Zucker nicht gönnt? Oder geht es ihm etwa um die Gesundheit des Menschen?

Die nächsten Tage fahre ich wieder durch die Felder, doch ich sehe keine weißen Hügel von wertlosem Zucker, sondern nur Berge von wertvollen Rüben.